Religionspädagogische Weiterbildung

Religiöse Erziehung gehört zum Bildungsauftrag jeder Kindertageseinrichtung. Sie ist im "Orientierungsplan" als eigenes Bildungs- und Entwicklungsfeld verankert. In der religionspädagogischen Weiterbildung geht es darum, für die Fragen der Kinder sensibel zu werden. Wir prüfen, in welcher Form sie im Alltag einer Kita Raum bekommen können. Wir klären, unter welchen Bedingungen Religion Kinder in ihrer Identitätsentwicklung stärkt. Wir erarbeiten eine Religionspädagogik, die den Kontext einer zunehmenden religiösen Vielfalt ernst nimmt. Wir fragen, wie eine Atmosphäre entstehen kann, in der Glaube und Kritik gleichermaßen ihren Platz haben. Die religionspädagogische Arbeit berührt sowohl die Arbeit mit Kindern, als auch die Zusammenarbeit im Team und mit Eltern. Die Weiterbildung ist für pädagogische Fachkräfte aller Angebotsformen konzipiert. Sie setzt keine religionspädagogischen Vorkenntnisse voraus.

In der Weiterbildung zur Religionspädagogik werden zwei Möglichkeiten angeboten:

  • der zweieinhalbjähre Grundkurs in einer Stammgruppe

          oder

  • die Möglichkeit, die Kurse im "Baukastensystem" individuell in einem Zeitraum von bis zu sechs Jahren auszuwählen.


Der Grundkurs Religionspädagogik umfasst 18 Fortbildungstage in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren. Die Teilnehmenden erarbeiten eine kleine Präsentation zu einem religionspädagogischen Thema ihrer Wahl. Zum Abschluss erhalten sie ein Zertifikat. Die Kurskosten incl. Übernachtung und Verpflegung werden von der Evangelischen Landeskirche übernommen. Für den Träger fallen Reise- und Vertretungskosten an.

Wer sich für das Baukastensystem Religionspädagogik entscheidet, setzt die Kurse über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren zusammen. Es gibt fünf religionspädagogische Themenbereiche. Aus jedem Bereich sollten mindestens drei Tage belegt werden. Wenn insgesamt 20 Fortbildungstage innerhalb von längstens sechs Jahren belegt wurden, erhält die/der Teilnehmende ein Zertifikat.