PiA - Vom Projekt zum Erfolgsmodell

09.11.2017 | Um dem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften gerecht zu werden, wurde 2012 die praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PiA) eingeführt. Diese von den Trägerverbänden mitentwickelte Maßnahme wurde zum Erfolgsmodell. 2016 verzeichnete das Kultusministerium im ersten Ausbildungsjahr 1.378 PiA-Auszubildende, Tendenz steigend.

Das entspricht einem Anteil von 27%, aller Schüler/innen und Studierenden, die eine Erzieher/-innenausbildung absolvieren. Damit hat sich dieses Ausbildungsmodell etabliert und ist ein wichtiger Baustein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Um allen Interessierten diese Ausbildung zu ermöglichen, sind ausreichend Praxisstellen erforderlich. Kultusministerium, Verbände und Fachschulen appellieren an die Träger, mehr Stellen für PiA in den Einrichtungen zu schaffen. Die Investition könnte sich schnell rechnen, wenn nach der Ausbildung eine Fachkraft, die in die Kita bereits gut eingearbeitet ist, übernommen werden kann.

PiA spricht vor allem mehr Männer (15,4%), Abiturienten/-innen und Menschen mit Berufsausbildung an.

Anzahl der Schüler-innen und Schüler

Alter

Schuljahr

 

insgesamt

davon
männlich

bis 18 Jahre

18-25

26-30

31-35

36-40

41-45

46-50

über 50

2012/2013

596

89

-

-

-

-

-

-

-

-

2013/2014

1.223

190

61

796

144

68

56

49

32

17

2014/2015

1.312

206

132

825

154

71

46

51

29

4

2015/2016

1.298

195

92

882

116

75

50

41

31

11

2016/2017

1.378

218

111

916

150

83

55

43

38

12

Erhebung des Kultusministeriums

Auch nach der Erweiterung des Fachkräftekataloges und trotz dem enormen Zuwachs an Fachkräften in den Einrichtungen bleiben Erzieher und Erzieherinnen die größte Berufsgruppe, die in Kitas als Fachkräfte arbeiten.