Sprachförderung nach SPATZ mit geänderten Eckpunkten

22.09.2014 | Die SPATZ-Richtlinie über Zuwendungen zur Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf wird geändert. Die SPATZ-Richtlinie befindet sich derzeit in der Anhörung und soll rückwirkend zum 01. August 2014 in Kraft treten. Unabhängig davon können Anträge auf Förderung nach der SPATZ-Richtlinie bereits gestellt werden. Anträge müssen spätestens bis zum 30. November 2014 bei der L-Bank eingehen.

Wesentliche Veränderungen der SPATZ-Richtlinie sind: Es wird eine einheitliche Gruppengröße von 3 bis 7 Kinder pro Fördergruppe festgelegt. Bereits 3 (statt bisher 4 Kinder) können eine Gruppe bilden. Beim Förderweg SBS (Singen, Bewegen, Sprechen) können nach wie vor weitere Kinder ohne einen zusätzlichen Sprachförderbedarf aufgenommen werden, maximal bis zu 20. Es gibt künftig einen einheitlichen Zuschuss in Höhe von 2.200 € für beide Förderwege. Die Gruppengröße bei Kitas mit mindestens 80 % Kindern mit Migrationshintergrund wird auf 5 Kinder gesenkt. Familien-, Mütter- und Kinderzentren werden in den Kreis der Zuwendungsberechtigten aufgenommen. Erzieherinnen und Erzieher entscheiden künftig auch im 3. Kindergartenjahr über die Notwendigkeit einer zusätzlichen intensiven Sprachförderung. In diese Entscheidungen sind die Ergebnisse des SETK 3-5 einzubeziehen. Über diese und weitere Änderungen informiert das Träger-Rundschreiben des Kultusministeriums vom 31. Juli 2014, das hier als Download eingestellt ist.