Mathe, Kunst und Emotionen - Impulse zum Förderprogramm Kolibri

Rückblick auf den Fachtag am 22.10.2019

Kinder entdecken die Welt, stellen ihre Fragen und stoßen dabei auf Themen aus den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften, Technik, Kunst und Musik. Die pädagogischen Fachkräfte müssen sowohl über Fachwissen zu den verschiedenen o. g. Disziplinen verfügen als auch über die Fähigkeit, die Beziehung zu den Kindern so zu gestalten, dass sie interessiert und gerne dabei sind.

An diesem Fachtag wurden neben einer fachpolitischen Bestandsaufnahme zu aktuellen Themen aus der Bildungspolitik im Elementarbereich drei der oben genannten Bereiche aufgegriffen und näher betrachtet.

Frau Ministerialrätin Ilse Petilliot-Becker, Kultusministerium Baden-Württemberg, erläuterte die verschiedene Maßnahmen aus dem Pakt für gute Bildung und Betreuung und weitere aktuelle Themen, die derzeit auf fachpolitischer Ebene diskutiert werden.

 „Mathe? Nein danke, da war ich immer schlecht…“ - titelte Frau Dr. Maria Ploog, Haus der kleinen Forscher, Berlin, ihren Vortrag, in dem sie Konzepte und Elemente einer Didaktik der mathematischen (und naturwissenschaftlichen) Bildung im Elementarbereich behandelte. Anhand von Praxisbeispielen wird gezeigt, wie wir Kinder bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten unterstützen können.

Frau Carmen Deffner, ZNL – EMIL, Ulm, zeigte auf, wie anhand des EMIL-Konzeptes die sozial-emotionale Entwicklung gestärkt werden kann. Um sozial kompetent zu handeln und Gefühle sowie Verhalten zu regulieren, benötigen wir die sogenannten exekutiven Funktionen bzw. die Fähigkeit zur Selbstregulation. Wie sich diese aus neurowissenschaftlicher Perspektive entwickelt und wie Erkenntnisse darüber in die pädagogische Arbeit in der Kita einfließen kann, war Thema des Vortrages.

Judith Welsch-Körntgen, Kunsterzieherin, Museumspädagogin und Theologin demonstrierte anschaulich anhand von Kunstwerken, wie Künstler ihre Gedanken und Gefühle zu Gott und der Welt in Zeichnungen, Gemälden, Grafiken und Modellen zum Ausdruck bringen. Im Kunstwerk verdichten sich unterschiedliche Zugänge zur Welt, so dass einem beim Betrachten ganz verschiedene Gedanken und Interpretationen, Fragen und Anregungen in den Sinn kommen können und man um Deutung ringt.