Präventions- und Schutzkonzepte – Kitas als Kompetenzorte für Kinderschutz

Rückblick auf den Fachtag am 16.07.2019

Kinderschutz ist ein immer gegenwärtiges Thema in Kindertageseinrichtungen und eine ständige Aufgabe. Sowohl die Umsetzung der Regelungen bei Kindeswohlgefährdung nach §8a SGB VIII als auch zu Führungszeugnissen nach §72a SGB VIII sowie Aussagen zu Partizipation und Beschwerdemanagement sind inzwischen für eine Betriebserlaubnis unverzichtbar geworden. Ein umfassendes Schutzkonzept geht jedoch darüber hinaus. Es genügt nicht, wenn Einrichtungen nicht „Tatort“ werden, vielmehr sollen sie Kompetenzort in Sachen Kinderschutz werden. Es geht um eine Kultur der Achtsamkeit im Umgang mit den anvertrauten Kindern. Wie zeigt sich eine am Kinderschutz orientierte Haltung im Alltag? Welche weiteren Elemente gehören zu einem Schutzkonzept? Wie könnte ein Weg dahin aussehen?

Diesen und weiteren Fragen stellten wir uns an diesem Fachtag, indem wir
- einen umfassenden Blick auf Kinderschutz werfen,
- über die Inhalte eines Präventions- und Schutzkonzepts informieren,
- Wissen über Täterstrategien als Schlüssel für die Entwicklung einer Risikoanalyse und eines Verhaltenskodex vermitteln,
- von Praktikern lernen, wie ein Schutzkonzept in einer Einrichtung implementiert werden kann. 

Für den Fachtag konnten wir ausgewiesene Expertinnen gewinnen. Im ersten Impulsvortrag informierte Frau Kirstin Hermann, KVJS, über die Ziele und Inhalte eines umfassenden Schutzkonzeptes sowie über die Arbeit des KVJS im Bereich Kinderschutz.
Im zweiten Impulsvortrag referierte Frau Dr. Dorothea Hüsson (PH Schwäbisch Gmünd) zu Täterstrategien. Entsprechende Kenntnisse sind eine wichtige Grundlage für die Entwicklung einer Risikoanalyse und eines Verhaltenskodex. 

Die Präsentationen zu den Vorträgen stehen unseren Mitgliedern zur Verfügung.