Impuls für die Praxis
Impuls für die Praxis
Methode Standortbestimmung
Befindlichkeitsrunden an Teamsitzungen oder pädagogischen Tagen sind angestaubt, keiner hat mehr so recht Lust dazu zu sagen, wie es gerade innen aussieht? Dann probieren Sie es doch mal ein bisschen anders. Eine schöne Methode zur Standortbestimmung im Team ist es, wenn man mit bestimmten Dingen dem Denken auf die Sprünge hilft oder besser gesagt dem Ausdrücken der Gefühlslage. Beispielsweise mit Hilfe von verschiedensten Transportmitteln, die zur Auswahl gestellt werden.
Dann suchen sich alles ein Transportmittel aus und sagen, in einer Austauschrunde, warum sie dieses ausgewählt haben und was es für sie bedeutet:
Ein paar Beispiele für den Einstieg am pädagogischen Tag zu einem neuen konzeptionellen Thema:
Ich habe den Lastwagen oder Schwertransport gewählt, weil ich schon jetzt das Gefühl habe, zu viel geladen zu haben. Ich habe ein bisschen Angst davor, dass noch mehr Ladung oben draufkommt und ich vielleicht ins Schlingern komme.
Oder
Ich habe das Skateboard oder Fahrrad ausgesucht, weil ich das Gefühl habe, ich muss wendig und flexibel bleiben. Und mit dem Skateboard komme ich auch bei Hindernissen schneller vorwärts.
Jemand anderes wählt vielleicht das Kreuzfahrtschiff, weil es ruhig und behäbig auf dem Meer gleitet, und viele an Bord sind, die das gleich Ziel haben.
Und wenn Sie am Ende des pädagogischen Tags nochmal fragen, wechselt vielleicht die Stimmung in Richtung Heißluftballon, weil man jetzt viel mehr Überblick hat.
Oder es wird das Segelboot gewählt, weil man jetzt das Gefühl hat, dass der Wind aus der richtigen Richtung kommt.
So oder so, die Standortbestimmung hilft, die Gefühlslage mit Hilfe von Assoziationen auszudrücken und bringt auch ein bisschen mehr Pfiff in den Austausch. Wenn es ein größeres Team ist, kann man sich auch in kleinen Grüppchen austauschen, damit es nicht zu lang wird.
Viel Spaß beim Ausprobieren.